Turbinen unter Dampf

Schneller Dampf über Auxiliary Boiler in Kraftwerken

Abgesehen davon, dass Clayton bislang mit deutlichem Abstand
ohnehin einziger Anbieter in diesem Leistungssegment für schnellen
Dampf ist, müssen auch Hersteller von Großwasserraumkesseln
künftig um Marktanteile bei Großabnehmern fürchten. Letzteren
ist es vor dem Hintergrund notwendiger Einsparungen wichtig,
neben der spontanen Bedarfsdeckung auch den Energieverbrauch im
Auge zu behalten. Kessel von Clayton erzielen – bezogen auf eine
Speisewassertemperatur von 105 °C – einen Wirkungsgrad von 95 %.
Um eine Leistungssteigerung der Kessel von 20 % auf 100 %
vorzunehmen, bedarf es einer Modulationszeit von lediglich 36 Sekunden.
Während Großwasserraumkessel im Standby-Modus stets hohe
Temperaturen vorhalten müssen, um spontan Dampf zu erzeugen,
sind bei Clayton nur wenige Minuten nötig, um den Kessel ohne
Vortemperierung auf Volllast zu bringen. Der daraus resultierende
Energiesparvorteil ist beträchtlich und liegt nach näheren
Erfahrungen bei etwa 5 % der Investitionssumme pro Jahr.
Bei einer Lebensdauer von mehr als 30 Jahren ein nicht zu
unterschätzendes Rechenexempel. Die neuen Clayton Kessel
erzielen 9.810 KW und erzeugen bei Drücken von bis zu 100 Bar pro
Stunde 15 t Dampf – im Segment der Hersteller von Schnell-
dampferzeugern ein deutlicher Vorsprung; maximale Leistungsbereiche
von bis zu 5 t/h sind bislang von anderen Herstellern nicht
überschritten worden.

Ohne Umkehrosmose zu
trockenem Dampf


Auffällig ist die Trockenheit des Dampfes, die sich gegenüber Groß-
wasserraumkesseln auch ohne kostspielige Umkehrosmose erzielen lässt.
Clayton garantiert von Haus aus eine Restfeuchte < 0,5 %. Tatsächlich
liegt diese jedoch weitaus tiefer – bei laufenden Anwendungen wurden
Restfeuchten von lediglich 0,05 % gemessen. Dieser Aspekt gilt
als wichtige Voraussetzung für den Einsatz solcher Kessel im Kraft-
werksbau bzw. bei den Stromversorgern. Als sogenannte
„Auxiliary-Boiler“ übernehmen Clayton Schnelldampfkessel dort
wichtige Aufgaben: Turbinen müssen warm- bzw. Wellendichtungen
auf Temperatur gehalten werden, sobald sie vom Netz gehen. Die
Kessel sind also innerhalb von 15 Min. unter Volllast betriebsbereit,
sobald eine Turbine abgeschaltet wird. Daneben gilt Dampf als
wichtiges Medium für die Gebäudebeheizung. Im Zuge dieser neuen
Baureihe interessieren sich bereits einige Kraftwerksbauer und
-Ausrüster für diese Innovation. Erste Aufträge sind nach Aussage
des Herstellers unter Dach und Fach. Clayton Schnelldampferzeuger
sind platzsparend konzipiert: Bei einer Höhe von 6,60 m, einer Länge
von 4,00 m und einer Breite von 2,70 m zählt selbst ein Kessel
dieses Leistungsbereichs zu den „Davids“ unter den bislang in diesem
Segment vertretenen Großwasserraumkessel-„Goliaths“. Die
Heizfläche im Innern beträgt 210 qm – während des Betriebs sind
etwa 1,5 t Wasser im Fluss. Das Gesamtgewicht einschließlich
integriertem Economizer beträgt gerade 13,5 t. Nach Aussage
des Herstellers lässt sich der Wirkungsgrad durch die Auslegung
der Heizspiralen nahezu beliebig anpassen, was bereits für die
Anpassungsflexibilität der Baureihe spricht. Im Gegensatz zu den
anderen Schnelldampferzeugern von Clayton ist der 15 t Kessel mit
Kreiselpumpen und Regelventilen ausgerüstet, um den Wasserdurchfluss
zu gewährleisten. Auf Wunsch liefert Clayton geeignete Speisewasser-
behälter, Enthärtungsanlagen, Demineralisierungen oder FDA-
zugelassene Chemikalien. Turn Key Projekte sind auch als Baukasten-
systeme verfügbar.

zurück zur Homepage